Sunday, July 25, 2010
Quick-Feedback
Unter den Artikeln gibt es jetzt vier Kästchen für eine Kurzbewertung. Funny, interesting, cool und/oder boring. Ein Klick reicht, wobei ich mich natürlich auch immer sehr über Text-Kommentare freue.
Monday, July 19, 2010
Fallschirmspringen
Skydiving war mein Event letztes Wochenende bei Skydiving Snohomish. Obwohl es auch die amerikanischen Flaggen sind, sieht der Laden mit der Bemalung ziemlich französisch aus.
Ein Tandem-Sprung sollte es sein. Also ankommen, 10-seitigen Haftungsausschluss unterschreiben. (Wobei jeder Absatz einzeln unterschrieben werden musste, inklusive solcher Schmankerln wie "Don't say we told you it's safe. It is not.")
Am Flugplatz war halligalli. Zwei Flugzeuge brachten kontinuierlich neue Springer nach oben. Nach einem 10minütigen Schulungsvideo hieß es erst einmal warten, bis wir in den Anzug gestopft wurden.

Mein "Sprungpartner" war Jordan. Er erklärte mir nochmal alles, dann mussten wir wieder warten, bis wir an der Reihe waren, den kleinen Flieger zu besteigen. Ich kam mir vor, wie auf einem Afghanistan-Einsatz, denn Sitze gab es keine. Dicht an dicht auf der Erde festgeschnallt, startete die kleine Maschine.

Es dauerte ca. 15-20 Minuten, bis wir die Höhe von 13.000 Fuß, also etwa 4.000m erreicht hatten. Südlich war Seattle und Mt. Rainier zu sehen, nördlich Mt. Baker, im Westen die Olympic Mountains, im Osten die Cascades—herrlich. Jordan zurrte mich gut an sich fest und gab die letzten Anweisungen.
Die Luke im hinteren Teil der Kabine öffnete sich, und nach und nach verschwanden die Springer. Wir waren die letzten. Wie eine achtbeinige Spinne krabbelten wir zur Luke. Das An-den-Rand-Setzen war schon ein komisches Gefühl. Bevor ich dann überhaupt ans Springen denken konnte, war ich bereits draußen und im freien Fall.
Das Flugzeug jedoch war noch schneller, ging in den Sturzflug und tauchte unter uns durch—spektakulär. Dann gab es nur noch Wind, Wind und nochmal Wind. Angeblich mit knapp 200km/h stürzten wir für eine Minute dem Erdboden entgegen. Sprechen war nicht möglich, so drückte der Wind. Ich hatte ein "flaues" Gefühl im Magen erwartet, wie auf der Achterbahn, doch da wir die konstante Sinkgeschwindigkeit erreicht hatten, gab es das nicht.
Dann ein Ruck und der Schirm öffnete. Nach weiteren ca. 5 Minuten die butterweiche Landung dort, wo wir gestartet waren.

War's ein tolles Erlebnis? Ja. Hat's Spaß gemacht? Ja, der Absprung war das tollste, der Sinkflug in Spiralen am Fallschirm hinterher hat zu leichten Übelkeitssymptomen geführt. Würde ich es nochmal machen: Grundsätzlich schon, aber es muss nicht morgen sein. :-)
Ein Tandem-Sprung sollte es sein. Also ankommen, 10-seitigen Haftungsausschluss unterschreiben. (Wobei jeder Absatz einzeln unterschrieben werden musste, inklusive solcher Schmankerln wie "Don't say we told you it's safe. It is not.")
Am Flugplatz war halligalli. Zwei Flugzeuge brachten kontinuierlich neue Springer nach oben. Nach einem 10minütigen Schulungsvideo hieß es erst einmal warten, bis wir in den Anzug gestopft wurden.
Mein "Sprungpartner" war Jordan. Er erklärte mir nochmal alles, dann mussten wir wieder warten, bis wir an der Reihe waren, den kleinen Flieger zu besteigen. Ich kam mir vor, wie auf einem Afghanistan-Einsatz, denn Sitze gab es keine. Dicht an dicht auf der Erde festgeschnallt, startete die kleine Maschine.
Es dauerte ca. 15-20 Minuten, bis wir die Höhe von 13.000 Fuß, also etwa 4.000m erreicht hatten. Südlich war Seattle und Mt. Rainier zu sehen, nördlich Mt. Baker, im Westen die Olympic Mountains, im Osten die Cascades—herrlich. Jordan zurrte mich gut an sich fest und gab die letzten Anweisungen.
Die Luke im hinteren Teil der Kabine öffnete sich, und nach und nach verschwanden die Springer. Wir waren die letzten. Wie eine achtbeinige Spinne krabbelten wir zur Luke. Das An-den-Rand-Setzen war schon ein komisches Gefühl. Bevor ich dann überhaupt ans Springen denken konnte, war ich bereits draußen und im freien Fall.
Das Flugzeug jedoch war noch schneller, ging in den Sturzflug und tauchte unter uns durch—spektakulär. Dann gab es nur noch Wind, Wind und nochmal Wind. Angeblich mit knapp 200km/h stürzten wir für eine Minute dem Erdboden entgegen. Sprechen war nicht möglich, so drückte der Wind. Ich hatte ein "flaues" Gefühl im Magen erwartet, wie auf der Achterbahn, doch da wir die konstante Sinkgeschwindigkeit erreicht hatten, gab es das nicht.
Dann ein Ruck und der Schirm öffnete. Nach weiteren ca. 5 Minuten die butterweiche Landung dort, wo wir gestartet waren.
War's ein tolles Erlebnis? Ja. Hat's Spaß gemacht? Ja, der Absprung war das tollste, der Sinkflug in Spiralen am Fallschirm hinterher hat zu leichten Übelkeitssymptomen geführt. Würde ich es nochmal machen: Grundsätzlich schon, aber es muss nicht morgen sein. :-)
Fliegen
Ein Monat ohne Blogs, sorry dafür. Eine neue Wohnung einzurichten gat so ziemlich die ganze freie Zeit aufgesaugt, die ich hatte.
Ich liebe ja kleine Flugzeuge, daher sind die Wasserflugzeuge die hier rumfliegen ein Traum für mich. Die meisten starten auf Lake Union, hier ein Foto der Start- und Landebahn.

Der Pilot muss beim Starten und Land aufpassen, dass keine Schiffe seinen Weg kreuzen.
Hier in den USA gibt es viele kleine Start- und Landebahnen oder kleine Flughäfen, deren Benutzung für Hobbypiloten nichts kostet. Der herausragenste Landeplatz in Washington ist m.E. aber der Copalis State Airport, der nur aus festem Sand besteht.

Besonders schön sind die Anweisungen für die Landung:
Mich reizt es ja schon sehr, die "kleine Pilotenlizenz" für einmotorige Maschinen zu machen (ab $7.500) und dann die Erweiterung auf Wasserflugzeuge.
Ich liebe ja kleine Flugzeuge, daher sind die Wasserflugzeuge die hier rumfliegen ein Traum für mich. Die meisten starten auf Lake Union, hier ein Foto der Start- und Landebahn.
Der Pilot muss beim Starten und Land aufpassen, dass keine Schiffe seinen Weg kreuzen.
Hier in den USA gibt es viele kleine Start- und Landebahnen oder kleine Flughäfen, deren Benutzung für Hobbypiloten nichts kostet. Der herausragenste Landeplatz in Washington ist m.E. aber der Copalis State Airport, der nur aus festem Sand besteht.
Besonders schön sind die Anweisungen für die Landung:
- Check local tide tables.
- Dark, wet sand at low tide is the hardest for landing.
- The dry, light-colored soft sand near the high tide mark should be avoided.
- Over flight is recommended before landing to check for obstructions such as exposed rocks, debris and pedestrians.
- The landing area is shared with other beach users and activities.
- Do not park aircraft overnight due to tidal changes.
Mich reizt es ja schon sehr, die "kleine Pilotenlizenz" für einmotorige Maschinen zu machen (ab $7.500) und dann die Erweiterung auf Wasserflugzeuge.
Tuesday, June 8, 2010
Möven und Aussicht
Sunday, June 6, 2010
Bainbridge Island
Samstag war Knallerwetter. Wir hatten schon länger geplant, zum Farmfrühstück zu fahren und konnten den Ausflug so gut ausdehen.

Mit der Fähre ging es hinüber auf Bainbridge Island, eine der zahlreichen Inseln im Puget Sound westlich von Seattle. Von dort noch 20min weiter bis zur Farm. Zwischen Rentnern und Familien saßen wir sieben dann und haben uns das Frühstück schmecken lassen. Das war nicht umwerfend, aber ok. Vor allem die sticky buns zum Nachtisch waren köstlich. Eine Art Zimtschnecken mit Pecan-Nüssen. Auf Wikipedia lerne ich gerade, warum ich die mag: "Sticky buns appear to have a Germanic origin and were originally known as 'Schnecken'."
Zur zweiten Station machten wir eine Alpaka-Farm, wo uns der Besitzer viel über die Tiere erzählte. Es war gerade der Tag, an dem diese geschoren wurden, und wir konnten zuschauen, wie die Wolle in verschiedene Qualitäten sortiert wird.

Weiter ging es an den Strand von Indianola. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf Seattle und Mount Rainier. Schaut euch mal das Foto oben an: Ist es nicht gigantisch, wie dieser Riesen-Vulkan da aus der Landschaft ragt?
Hannes nutzte die Gelegenheit, um ins Wasser zu springen, war allerdings angesichts der Temperaturen des Pazifikausläufers schnell wieder draußen.

Weiter im Norden der Insel liegt Port Gamble, ein historisches Städtchen, in dem ein mittelalterliches Fest lockte, dass allerdings eher mittelmäßig als mittelalterlich war. Hauptattraktionen waren die Freaks, die dort rumliefen und süße Hundewelpen.
Also wieder in den Süden nach Poulsbu. Ebenfalls "historisch", ist dies ein Dorf, was von norwegischen Einwanderern gegründet wurde und mit dementsprechenden rote Holzhäuser etc. aufwarten kann. Pittoresk, und ein guter Platz für unser Abendessen in prallem Sonnenschein.

Kugelrund, satt und zufrieden haben wir dann den Heimweg per Fähre angetreten.
Mit der Fähre ging es hinüber auf Bainbridge Island, eine der zahlreichen Inseln im Puget Sound westlich von Seattle. Von dort noch 20min weiter bis zur Farm. Zwischen Rentnern und Familien saßen wir sieben dann und haben uns das Frühstück schmecken lassen. Das war nicht umwerfend, aber ok. Vor allem die sticky buns zum Nachtisch waren köstlich. Eine Art Zimtschnecken mit Pecan-Nüssen. Auf Wikipedia lerne ich gerade, warum ich die mag: "Sticky buns appear to have a Germanic origin and were originally known as 'Schnecken'."
Zur zweiten Station machten wir eine Alpaka-Farm, wo uns der Besitzer viel über die Tiere erzählte. Es war gerade der Tag, an dem diese geschoren wurden, und wir konnten zuschauen, wie die Wolle in verschiedene Qualitäten sortiert wird.
Weiter ging es an den Strand von Indianola. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf Seattle und Mount Rainier. Schaut euch mal das Foto oben an: Ist es nicht gigantisch, wie dieser Riesen-Vulkan da aus der Landschaft ragt?
Hannes nutzte die Gelegenheit, um ins Wasser zu springen, war allerdings angesichts der Temperaturen des Pazifikausläufers schnell wieder draußen.
Weiter im Norden der Insel liegt Port Gamble, ein historisches Städtchen, in dem ein mittelalterliches Fest lockte, dass allerdings eher mittelmäßig als mittelalterlich war. Hauptattraktionen waren die Freaks, die dort rumliefen und süße Hundewelpen.
Also wieder in den Süden nach Poulsbu. Ebenfalls "historisch", ist dies ein Dorf, was von norwegischen Einwanderern gegründet wurde und mit dementsprechenden rote Holzhäuser etc. aufwarten kann. Pittoresk, und ein guter Platz für unser Abendessen in prallem Sonnenschein.
Kugelrund, satt und zufrieden haben wir dann den Heimweg per Fähre angetreten.
Mein neues Spielzeug
Nachdem eine Wohnung gefunden war, fehlte mir nur noch ein Auto. Nach langem hin und her kam ich wieder auf meinen ersten Kandidaten zurück: Den VW Tiguan. Wie sagt VW so schön: "Kraft und Wirtschaftlichkeit. Kompaktheit und Raum. Zivilisation und Wildnis."

Ein schönes Auto: spritzig, Allrad, Platz für fünf Leute, ohne zu groß zu sein, Ledersitze (wenn auch wieder willen), riesiges Panoramadach, elektronische Handbremse, Radio mit SD-Karten-Leser — und Tempomat sowieso.
Ganz der Amerikaner fahre ich das Auto seit ein paar Tagen, habe bis jetzt aber noch keinen einzigen Penny dafür bezahlt. Jetzt Euronen in Dollar umzutauschen halte ich nicht für die schlaueste Idee, und meiner "credit history" hilft der zusätzliche Autokredit auch noch.
Den Dieselmotor gibt es hier leider nicht und wird es laut VW auch nie geben. Schade. Die Wahl des Motors entfiel im Grunde vollständig, denn es gab nur eine Variante "zur Auswahl", den 2.0 TSI.
Jetzt würde ich nur noch gerne wissen, warum der Motor außerorts in Deutschland laut Werksangabe 6.7 l/100km verbraucht, in den USA aber nur mit 24mpg hwy bewertet wird, was einem Verbrauch von 9.8 l/100km auf der Autobahn entspricht. Seltsam, oder? Die Motordaten sind ansonsten identisch. Liegt der Unterschied von fast 50% rein an den Messmethoden?
Ein schönes Auto: spritzig, Allrad, Platz für fünf Leute, ohne zu groß zu sein, Ledersitze (wenn auch wieder willen), riesiges Panoramadach, elektronische Handbremse, Radio mit SD-Karten-Leser — und Tempomat sowieso.
Ganz der Amerikaner fahre ich das Auto seit ein paar Tagen, habe bis jetzt aber noch keinen einzigen Penny dafür bezahlt. Jetzt Euronen in Dollar umzutauschen halte ich nicht für die schlaueste Idee, und meiner "credit history" hilft der zusätzliche Autokredit auch noch.
Den Dieselmotor gibt es hier leider nicht und wird es laut VW auch nie geben. Schade. Die Wahl des Motors entfiel im Grunde vollständig, denn es gab nur eine Variante "zur Auswahl", den 2.0 TSI.
Jetzt würde ich nur noch gerne wissen, warum der Motor außerorts in Deutschland laut Werksangabe 6.7 l/100km verbraucht, in den USA aber nur mit 24mpg hwy bewertet wird, was einem Verbrauch von 9.8 l/100km auf der Autobahn entspricht. Seltsam, oder? Die Motordaten sind ansonsten identisch. Liegt der Unterschied von fast 50% rein an den Messmethoden?
Monday, May 31, 2010
Der Deutsche an sich
...mag's ja gerne ordentlich. Hier ein –wie ich finde– genialer Auszug aus dem Buch Germany - Culture Smart!: the essential guide to customs & culture (anklicken für größere Version):
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