Nachtrag: Oft geht anscheinend viel Hopfen mit viel Alkohol einher. Zwei meiner Lieblingsbiere sind die folgendenden Dogfish 90min (9%) und Stone IPA (6.9%).
Wo gibt's was Ähnliches in Deutschland? Oder muss ich selbst brauen? Am Reinheitsgebot kann's nicht liegen, denn z.B. das Stone IPA erfüllt dieses. Gerste, Hopfen, Wasser, Hefe — mehr ist nicht drin.
Vielleicht mal in einem Pub suchen. "Heutzutage werden India Pale Ales primär von einigen Kleinbrauereien in den England und der USA gebraut und unverdünnt getrunken. Die Bittere soll stark hervortreten und bereits beim Aromatest deutlich wahrnehmbar sein. Um das Hopfenaroma weiter zu erhöhen werden diese Biere oftmals hopfengestopft. Dies bedeutet, dass während der Bierreifung eine weitere Hopfengabe getätigt wird, wobei sich insbesondere die ansonsten leicht flüchtigen Hopfenöle im Bier anreichern."
Thursday, July 2, 2009
Going dutch
Mein Faible für geflügelte Worte im Deutschen ist ja bekannt. Was war noch gleich der Scheffel, unter den man sein Licht nicht stellen soll? (Ursprung: Matthäus 5,15).
Auch im Englischen gibt es spannende Begriffe.
Sehr schön finde ich z.B. "going dutch". Dieser Ausdruck bedeutet, dass man die Rechnung (z.B. im Restaurant) aufteilt und jeder seinen Anteil zahlt. Das Verfahren wird augenscheinlich für besonders holländisch gehalten.
Außer in südlichen (oder genauer: äquatornäheren) Gegenden scheint es diesen Usus so ziemlich überall zu geben, jeder schiebt ihn aber auf einen anderen: Die Amis auf die Holländer, die Italiener auf die Römer, die Türken auf die Deutschen, die Ägypter auf die Engländer und die Thailänder auf die Amis. Schwarzer Peter.
Besondere Begeisterung haben bei der zugehörigen Recherche die folgenden Ausführungen im oben verlinkten Wikipedia-Artikel bei mir hervor gerufen: "On a dinner date, the man may pay the bill as way of overtly stating that he views this as a romantic situation and that he has some hopes or expectations for a future development." Besonders den letzte Halbsatz hätte Max Goldt kaum besser formulieren können. Sprachkomik pur!
Also: keine Leute einladen, bei denen man keine Hintergedanken hat.
Die deutsche Wikipedia schweigt sich (anscheinend) dazu aus. Vielleicht mangelt es mir aber auch einfach an einem guten Suchbegriff. "Rechnung teilen" ist eben doch arg blass gegenüber "Mach mir den Holländer".
Auch im Englischen gibt es spannende Begriffe.
Sehr schön finde ich z.B. "going dutch". Dieser Ausdruck bedeutet, dass man die Rechnung (z.B. im Restaurant) aufteilt und jeder seinen Anteil zahlt. Das Verfahren wird augenscheinlich für besonders holländisch gehalten.
Außer in südlichen (oder genauer: äquatornäheren) Gegenden scheint es diesen Usus so ziemlich überall zu geben, jeder schiebt ihn aber auf einen anderen: Die Amis auf die Holländer, die Italiener auf die Römer, die Türken auf die Deutschen, die Ägypter auf die Engländer und die Thailänder auf die Amis. Schwarzer Peter.
Besondere Begeisterung haben bei der zugehörigen Recherche die folgenden Ausführungen im oben verlinkten Wikipedia-Artikel bei mir hervor gerufen: "On a dinner date, the man may pay the bill as way of overtly stating that he views this as a romantic situation and that he has some hopes or expectations for a future development." Besonders den letzte Halbsatz hätte Max Goldt kaum besser formulieren können. Sprachkomik pur!
Also: keine Leute einladen, bei denen man keine Hintergedanken hat.
Die deutsche Wikipedia schweigt sich (anscheinend) dazu aus. Vielleicht mangelt es mir aber auch einfach an einem guten Suchbegriff. "Rechnung teilen" ist eben doch arg blass gegenüber "Mach mir den Holländer".
Sunday, June 28, 2009
Seattle Pride Parade
Nächste Woche ist CSD-Parade in Köln, in Seattle war es heute soweit.

Das Wetter hätte nicht besser sein können.

Die einzelnen Gruppen überboten sich in ausgefallenen Ideen. Entweder einfach provozierend (im Gegensatz zur Fremont Parade hier aber meist mit Tesakrepp-getarnten Brustwarzen), oder farbenfroh und phantasievoll.

Es war auch spannend zu sehen, wie viele verschiedene Kirchen es gibt, die alle durch eigenen Gruppen auf sich (und ihre liberale Glaubensauffassung) aufmerksam machen wollten.

Mich freute es natürlich besonders, "His Noodly Majesty" wiederzubegegnen.
Das Wetter hätte nicht besser sein können.
Die einzelnen Gruppen überboten sich in ausgefallenen Ideen. Entweder einfach provozierend (im Gegensatz zur Fremont Parade hier aber meist mit Tesakrepp-getarnten Brustwarzen), oder farbenfroh und phantasievoll.
Es war auch spannend zu sehen, wie viele verschiedene Kirchen es gibt, die alle durch eigenen Gruppen auf sich (und ihre liberale Glaubensauffassung) aufmerksam machen wollten.
Mich freute es natürlich besonders, "His Noodly Majesty" wiederzubegegnen.
3D-Kinos
Nach überragenden Kritiken auf rottentomatoes (97%!) und Bestätigung einiger Kollegen habe ich mir Disney/Pixar's Film "Up!" angeschaut.
Die 3D-Technik ist im Prinzip die gleiche wie seit 100 Jahren, man setzt eine Brille mit Polfiltern auf. Neu: zirkulare Polfilter statt linearen. Die ersten Minuten brauchte ich zum Eingewöhnen, aber dann stellte sich ein toller 3D-Effekt ein.
Der Film selbst ist nett. Interessante Geschichte, schöne Grafiken, humorvoll, ohne albern zu sein. Für Kinder geeignet und trotzdem mit vielen Anspielungen, die eher Erwachsene lachen lassen.
Die Krönung war der Hund "Dug" (auf dem Foto mit "cone of shame"). Und im Gegensatz zu vielen anderen Filmen kein Hund, der spricht, sondern ein sprechender Hund. Wer den Film sieht, wird es verstehen.
Ab 24. September unter dem schlecht übersetzten Titel "Oben" in den deutschen Kinos. Wenn ich das richtig recherchiert habe, muss man für den 3D-Effekt allerdings nach Düsseldorf.
Die 3D-Technik ist im Prinzip die gleiche wie seit 100 Jahren, man setzt eine Brille mit Polfiltern auf. Neu: zirkulare Polfilter statt linearen. Die ersten Minuten brauchte ich zum Eingewöhnen, aber dann stellte sich ein toller 3D-Effekt ein.
Der Film selbst ist nett. Interessante Geschichte, schöne Grafiken, humorvoll, ohne albern zu sein. Für Kinder geeignet und trotzdem mit vielen Anspielungen, die eher Erwachsene lachen lassen.
Die Krönung war der Hund "Dug" (auf dem Foto mit "cone of shame"). Und im Gegensatz zu vielen anderen Filmen kein Hund, der spricht, sondern ein sprechender Hund. Wer den Film sieht, wird es verstehen.
Ab 24. September unter dem schlecht übersetzten Titel "Oben" in den deutschen Kinos. Wenn ich das richtig recherchiert habe, muss man für den 3D-Effekt allerdings nach Düsseldorf.
Microbrews
Die Bierwelt in den USA scheint zweigeteilt. Einerseits gibt es die Riesenbrauereien wie Anheuser Busch, die den Markt mit vielen Subbrands bewirtschaften (u.a. Budweiser und Bud), auf der anderen Seite die kleinen "micro breweries", von denen es viele in Seattle und Portland gibt. (Sicher kein Zufall ist es übrigens, dass der Gründer von Anheuser Busch vorher Seifenfabrikant war.)
Bei den "local beers" ist dann alles dabei, was man sich vorstellen kann. Allein schon die Bier-Sorten (von den Marken mal abgesehen)! Von Kölsch-style lager über Alt-style amber, IPA (Indian Pale Ale), African Amber und Hefeweizen bis hin zum Pilsner.
Ich stehe mittlerweile total auf Biere, die sehr "hoppy" sind, also mit viel Hopfen. Das können leichtere helle oder bittere dunkle sein. Charakteristisch ist der Hopfengeschmack, den ich am ehesten als blumig bezeichnen würde. Lecker.
Auf dem Foto zu sehen ist übrigens ein "African Amber" (dunkel) und ein Hefeweizen amerikanischer Art (mit Orange).
Discovery Park
Gestern habe ich mit Jose einen anderen netten Park in Seattle erkundet: Discovery Park. Er liegt direkt am Puget Sound (gesprochen: 'pjudget sound). Man kann an den Klippen entlang wandern und dann zu einem Strand hinunter steigen.

Es war Ebbe, und das ganze erinnerte ein bisschen an die Nordsee.

Am Horizont Mt. Rainier (gesprochen: maunt rä'ni:r). Der Berg ist immer wieder eindrucksvoll anzuschauen.
Es war Ebbe, und das ganze erinnerte ein bisschen an die Nordsee.
Am Horizont Mt. Rainier (gesprochen: maunt rä'ni:r). Der Berg ist immer wieder eindrucksvoll anzuschauen.
Wednesday, June 24, 2009
Geeks, dorks und nerds
Mein Arbeitskollege hat mich in die tieferen Geheimnisse der englischen Sprache eingewiesen. Während ein "nerd" im deutschen ja noch geläufig ist, unterscheidet der Amerikaner zwischen nerd, geek und dork.
Gemeinsam haben wir folgende Darstellung entwickelt.

Manchmal erinnert mich das Büroleben hier schon sehr an jPod — zumindest, was den Humor in der Abteilung angeht.
Gemeinsam haben wir folgende Darstellung entwickelt.
Manchmal erinnert mich das Büroleben hier schon sehr an jPod — zumindest, was den Humor in der Abteilung angeht.
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