Sunday, June 7, 2009

Rätsel II

In der Nähe von Snoqualmie befindet sich ein Wasserfall. Nun ein Rätsel an alle, die in den 90ern Fernsehen geguckt haben und denen ich es noch nicht verraten habe: Woher kennt man diesen?

What series is it?

Wer gar keine Ahnung hat, kann sich hier einen Tipp holen.



Eine kurze Wanderung bringt mich auf Flussebene. Dort führt mich ein Holzsteg bis in die Nähe des Wasserfalls.

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Von da aus geht es unter Missachtung einiger Schilder noch etwas weiter. Die Angler waren aber am mutigsten.

The wetter it is, the better the fish.

Sprachbarrieren

Manchmal sind es die Details, die über das Gelingen oder Nichtgelingen einer Konversation entscheiden.

Bei McD: "I'd like to have a Coke light." — "Sorry, we don't have that." — "Umh, sorry, a diet Coke, please." — "Sure."

"Do you have beer without alcohol?" — (Stirnrunzeln) "Sorry?" — "I mean, beer that doesn't make you drunk." — "I'm not sure we have that." — "Do you have any non-alcoholic beers?" — "Sure, Kaliber?"

Die nachfolgende Diskussion ergab, dass mein Vokabular schon richtig war und es wohl auch nicht an der Aussprache lag. Es seien einfach die feststehenden Redewendungen. Mit einem "coffee without caffeine" könne ja auch niemand etwas anfangen, dagegen sei alles klar, wenn man einen "decaf" ordere.

Ein Prosit auf die Nuancen.

Shoppen macht Spaß

Über Service brauche ich mich hier nicht zu beklagen. Manchmal nimmt das solche Formen an, dass der übereifrige Kellner das "free refill" so ernst nimmt, dass er mit schon ein zweites volles Glas hinstellt, wenn ich das erste noch gar nicht angerührt habe — aber besser so rum als andersrum.

Eben bei American Eagle. Ja, gerade eben. Sonntag wieder. Eigentlich der ideale Tag zum Einkaufen. Die Geschäfte in Seattle haben überwiegend bis 7p geöffnet, und das Parken am Straßenrand ist sonntags auch kostenlos.

Sobald ich mit einigen Klamotten auf dem Arm erblickt werden, wird gefragt, ob schon ein "fitting room" für mich vorbereitet werden dürfe. Nachdem mein Name erfragt ist, wird dieser neben der Umkleidennummer notiert ("Felex") und ich nur noch so angesprochen.

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Als ich in die Kabine komme, sind die Kleidungsstücke meiner Wahl schon ordentlich bereit gelegt. Den weiteren Service kann ich mit dem Knopf "do you need a different size or color" anfordern und mich mit Nachschub versorgen lassen. Der Knopf ist aber fast nicht notwendig, da alle paar Minuten einer der Verkäufer auftaucht und fragt, ob er mir helfen könne.

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Besser geht's nicht, oder?

Snoqualmie

Snoqualmie | Elk X-Ing

15min Richtung Osten liegt Snoqualmie.

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Ein verschlafenes Örtchen in grüner Landschaft. Der Ortskern ist gut erhalten "historisch", und es gibt ein Eisenbahnmuseum.

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Mit dem unten abgebildeten Ungetüm wurde früher die Eisenbahn vom Schnee befreit bzw. freigefräst.

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Highlights sind sonst nur noch der klasse kleine Kaffeeladen und ein waschechter Diner. So wie man ihn sich vorstellt. in weiß gehalten, waggonähnliche Sitzgruppen am Fenster, eine Speisekarte, die aus Steckbuchstaben gefertigt an der Wand hängt und das leckerste warme Veggie-Sandwich, was ich jemals gegessen habe. Dazu natürlich ein Haufen Chips und zum Nachtisch gefärbtes und aromatisiertes Popcorn.

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Die Landschaft ist schon sehr dschungelig hier. Und in der Nähe gibt es ein Wasserkraftwerk und... (nächster Post)

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Thursday, June 4, 2009

Amerikanische Autos

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"Die Amerikaner haben alle einen an der Klatsche und fahren fette Spritfresser-Autos." — so das gängige Vorurteil.

Aber mal ehrlich: Ich glaube bei gleichen Rahmenbedingungen wären wir nicht viel anders.

Was sind die Faktoren, nach denen wir ein Auto aussuchen?
1. Leistung
2. Komfort und Raumangebot
3. Sicherheit
4. Verbrauch
5. Parkplatztauglichkeit (besonders in der Stadt)

Dazwischen wägen wir ab. Nach dem Motto: 200PS wären toll, aber wir wollen uns ja nicht dumm und dämlich beim Sprit bezahlen. In den Van passt soviel rein, aber such damit mal in Köln einen Parkplatz. usw. usf.

Nun zur Situation in den USA. Das Land ist riesig, Parkplätze (außer in der Innenstadt) im Überfluss vorhanden, i.d.R. kostenfrei. Punkt 5 spielt also keine große Rolle.

Zwischen 1988 und 2000 lag der Spritpreis unter $2/gallon, das sind etwa 37ct pro Liter. (der Aufschrei war groß als sich die Preise letztes Jahr verdoppelten.) Halten wir fest: Sprit kostet fast nichts, Punkt 4 spielt keine Rolle.

Wonach würden auch wir "umweltbewussten" Europäer in dieser Situation ein Auto auswählen? Richtig. Größe, Komfort und Sicherheit. Ein Auto, wo viel reinpasst, mit ordentlich PS unter der Haube, Klimaanlage und einer erhöhten Fahrposition, die uns viel Überblick verschafft: das SUV. Nur folgerichtig, wenn die Autokonzerne genau so etwas bauen.

Hinzu kommt noch der Faktor, dass in ländlichen Gebieten nicht alle Straßen gut ausgebaut sind. Es gibt noch einige "gravel roads". Auf denen kommt man mit Geländewagen natürlich besser voran.

Dieser Bericht gibt einen sehr guten Überblick über das Geschäftsmodell SUV. Im Prinzip hat das ganze als Nischenprodukt angefangen. Ich spare mir hohe Entwicklungskosten für eine crashfeste Sandwichbauweise und nehme eine billige Lkw-Plattform, auf die ich eine fancy Fahrerkabine mit vielen Cupholdern baue. Auf den Preis schlage ich so richtig was drauf und schaue mal, wer das kauft. Bei den Verkaufszahlen, die alle Erwartungen sprengten, hat man das Konzept natürlich ausgebaut.

Die vermeintliche Sicherheit im Inneren von großen, schweren SUVs ist übrigens auch trügerisch: Es sterben relativ gesehen mehr Leute in schweren SUVs als in Mittelklassewagen. Auch dazu Details im verlinkten Bericht.

Ein Umsteuern kann m.E. nur über das Portemonnaie erfolgen. Sprit muss teurer werden. Nicht nur in den USA, auch bei uns. Fünf Euro pro Liter wären langfristig sinnvoll, denn ein solcher Preis würde die Ölreserven schonen, CO2 reduzieren, den ÖPNV unterstützen und die Entwicklung nachhaltiger Energierformen forcieren. Oder (um der Idee eines irisch-amerikanischen Arbeitskollegen zu folgen) man legt die indirekten Kosten des Öls (z.B. für den Irakkrieg) auf den Ölpreis um (Prinzip "total cost of ownership").

Das alles wird ein auf ein paar Jahre gewählter Politiker nur niemals einführen. Die Wahl ist im Zweifelsfall eben doch näher als das Hemd.

Und nun? "Cap und trade" ist z.B. ein guter Ansatz, hat aber auch seine Hintertürchen und bezieht vor allem Kfz nicht ein. Und Lkw (unter die die SUVs oft fallen) schon gar nicht. Ach ja, es gibt ja auch noch die Effizienzvorgaben für die Fahrzeugflotte. Das Ziel ist gut. Ich habe nur noch nicht verstanden, wie man das durchsteuern will.

Gas works park

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Der Gas works park ist auf dem Gelände einer alten Gasanlage entstanden. Er ist traumhaft gelegen mit Blick über's Wasser auf Downtown Seattle.

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Ein bisschen hat er mich an den Aachener Weiher erinnert, weil auch viele Leute da waren und Bier getrunken haben. Gegrillt hat aber glaube ich keiner.

Mit Einbruch der Dunkelheit bekommt man die beleuchtete Skyline präsentiert.

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Vorstadtleben

Ein Besuch in Peters Haus bringt mich etwas näher an das typische Vorstadtleben. Es fängt damit an, dass die Zeitung in der Garageneinfahrt liegt. Wie man es aus den Computerspielen kennt, wird sie vom Fahrrad aus dorthin geworfen.

Die Briefkästen sind auch sämtlich direkt an der Straße angebracht; der Postbote kann diese also viel bequemer erreichen (und das rote Fähnchen hochklappen) als bei uns.

Das Haus wurde vorher von einem alleinstehenden Paar bewohnt. Das erkennt man an der Einrichtung nicht unbedingt. Passend sind zwar der Riesen-Fernseher, der 80fach CD-Wechsler, der typische Riesenkühlschrank inkl. Eisspender, der separate Weinkühlschrank mit eigenem Wein-Waschbecken, ein Gewächshaus mit Klimaanlage, der Müllkompressor und der eingebaute Abwasserhäcksler im Küchenwaschbecken — aber bitte wozu braucht man zu zweit zwei baugleiche Spülmaschinen, zwei Backöfen oder drei Badezimmer und drei Garagen?

Der Garten ist ein Traum: Auf den ersten Blick habe ich Äpfel, Knoblauch, Salbei, Rosmarin und Oregano erkannt, es wächst bestimmt noch viel mehr. Dazu eine tolle Terasse und (neben dem Kamin im Wohnzimmer) ein Außenkamin. Daneben ein Pizzaofen.